Samsungs Marktanteil wächst zu Lasten von Nokia

Smartphone-Markt Deutschland

Der Smartphone-Markt der letzten 18 Monate. Quelle: Holger Schmidt/comScore

So deutlich hat man das bislang noch selten gesehen: Offenbar gehen die steigenden Marktanteile von Samsung vor allem zu Lasten von Nokia. In Deutschland kann Nokia im August 2012 nur noch einen Smartphone-Marktanteil von 18 Prozent vorweisen.

Über sein öffentliches Profil auf Google+ hat Holger Schmidt, Betreiber des Netzökonomie-Blogs, eine Grafik veröffentlicht, in der er comScore-Zahlen zum deutschen Smartphone-Markt der letzten 18 Monate zusammengetragen hat.

Nokia verliert, Samsung gewinnt

Dabei sieht man deutlich, dass der Rückgang des Marktanteils von Nokia in Deutschland von 37 Prozent im März 2011 auf nur mehr 18 Prozent im August 2012 mit einem Anstieg der Marktanteile von Samsung von 11 Prozent im März 2011 auf 30 Prozent im August 2011 einhergeht. Die Marktanteile der übrigen Hersteller bleiben dabei im Großen und Ganzen konstant.
Daraus kann jetzt zwar nicht geschlossen werden, dass der Großteil der Besitzer eines Nokia-Smartphones inzwischen ein Samsung-Gerät benutzt. Schließlich dürften auch etliche Hersteller-Wechsel stattgefunden haben, die sich auf die Verteilung insgesamt nicht auswirken. Deutlich wird daraus aber trotzdem, dass Nokia es nicht geschafft hat, den Konsumenten während des anhaltenden Smartphone-Booms der letzten eineinhalb Jahre attraktive Geräte anzubieten. Samsung dagegen umso mehr.

Nur Samsung nutzt die Wachstums-Dynamik

Erstaunlich ist auch, dass offenbar alleine Samsung Boden gutmachen konnte. Da der Smartphone-Markt insgesamt enorm gewachsen ist, bedeutet auch ein stabiler Marktanteil wachsende Umsätze – weil der Markt ja insgesamt wächst. Alleine Samsung scheint es dabei allerdings gelungen zu sein, die Dynamik des wachsenden Marktes auch für ein rasantes Wachstum der Marktanteile auszunutzen.

Diese schöne Zusammenfassung von Holger Schmidt wird natürlich umgehend in die Übersicht der Marktanteile mobiler Endgeräte eingearbeitet.