23 Prozent Rückgang: Blackberry verkauft 6 Millionen Smartphones

Verkaufszahlen im Finanzjahr 2013 in Millionen.

Blackberry-Verkaufszahlen im Finanzjahr 2013 in Millionen. Quelle: Blackberry

Im vierten Quartal seines Finanzjahres hat Blackberry 6 Millionen Smartphones verkauft, ganze 23 Prozent weniger als im ersten Quartal. Die Playbook-Verkäufe allerdings sind gestiegen – und zwar deutlich.

Gestern kamen von Blackberry Zahlen zum vierten Quartal des Finanzjahres 2013 (PDF), also für die Monate Dezember 2012 bis Februar 2013. Während vielerorts die eine Million verkauften Blackberry Z10-Geräte in den Fokus gerückt werden, verdienen eigentlich die sechs Millionen insgesamt verkauften Blackberrys das Hauptaugenmerk: Über das gesamte Finanzjahr hinweg sanken die Smartphone-Verkäufe nämlich beständig, insgesamt um mehr als 23 Prozent.

Während im ersten Quartal (März bis Mai 2012) noch 7,8 Millionen Smartphones verkauft wurden (Pressemitteilung als PDF), waren es im zweiten Quartal (Juni bis August 2012) schon nur noch 7,4 Millionen, im dritten Quartal (September bis November 2012) nur noch 6,9 Millionen und nun eben im vierten Quartal noch 6 Millionen. Eigentlich keine guten Voraussetzungen für die Einführung eines neuen Betriebssystems, auch wenn der Start zumindest softwareseitig geglückt zu sein scheint. Andererseits verdeutlichen die stetig sinkenden Verkaufszahlen Blackberrys Notwendigkeit zu einem grundlegenden Neuanfang.

Eine kleine Überraschung ist Blackberry mit den Verkaufszahlen seines Playbook-Tablets gelungen. Obwohl technisch doch schon äußerst betagt, lag die Anzahl verkaufter Geräte mit 370.000 Einheiten auf dem höchsten Wert des gesamten Finanzjahres – auch wenn dieser Erfolg gehörig durch diverse Rabatt-Aktionen gefördert wurde. Vom ersten bis zum dritten Quartal verkaufte Blackberry 260.000, dann 130.000 und schließlich 255.000 Playbooks.

Spätestens im zweiten Quartal sollte sich Blackberrys Strategie der Neuausrichtung dann aber auch in steigenden Smartphone-Verkäufen niederschlagen. Viel mehr Zeit sollte sich Blackberry nicht mehr lassen.