Apples 1. Quartal 2013: 37 Millionen iPhones, 19 Millionen iPads, 45 Milliarden Downloads

Das iPhone 5 von Apple - sicherlich einer der größten Umsatzbringer im 1. Quartal 2013.

Das iPhone 5 von Apple – sicherlich einer der größten Umsatzbringer im 1. Quartal 2013. Quelle: T-Mobile

Trotz weiterhin hohen Verkaufszahlen und einem erneuten Umsatzwachstum muss Apple im ersten Quartal 2013 einen Gewinnrückgang hinnehmen. Das Ende der iPhone-Ära ist damit aber noch lange nicht eingeläutet.

Verkaufszahlen im ersten Quartal 2013 höher als im Vorjahr

Laut den heute vorgelegten Quartalszahlen für die ersten drei Monate des laufenden Jahres konnte Apple von Januar bis März 2013 stolze 37,4 Millionen iPhones und 19,5 Millionen iPads verkaufen. Ein ordentlicher Wert, der sich irgendwo zwischen den 47 Millionen iPhones und 23 Millionen iPads des vierten (Weihnachts-)Quartals 2012 und den 27 Millionen iPhones und 14 Millionen iPads des dritten Quartals 2012 einpendelt. Mehr schafft derzeit nur Samsung. Die Messlatte des Vorjahresquartals mit 35 Millionen iPhones und knapp 12 Millionen iPads hat Apple damit klar übersprungen.

Daher ist es auch deutlich verfrüht, bereits das Ende der iPhone-Ära einzuläuten, wie dies mancherorts bereits orakelt wird. Auch wenn der Gewinn bei einem Umsatz von 43,6 Milliarden US-Dollar erstmals seit 10 Jahren gesunken ist, nämlich auf 9,5 Milliarden (!) US-Dollar – so profitabel wie Apple dürfte derzeit kaum ein anderer Gerätehersteller arbeiten.

Abgesehen davon wird der Verkauf digitaler Medien zukünftig ein weitaus interessanteres Geschäftsfeld werden, als es der Verkauf von Endgeräten derzeit ist. Der durchschnittliche Konsument kauft wohl alle zwei Jahre ein neues Smartphone – in dieser Zeit gibt er zukünftig aber wohl mindestens genauso viel Geld für Filme, Musik oder E-Books aus. Also letztendlich in App Stores.

In Sachen App Store immer noch die Nummer 1

Und auch hier konnte Apple heute interessante Zahlen vorlegen: Während der öffentlichen Video-Konferenz mit Investoren gab Tim Cook bekannt, dass inzwischen mehr als 45 Milliarden Apps aus Apples App Store heruntergeladen wurden, Anfang Januar lag dieser Wert erst bei 40 Milliarden. Gleichzeitig sind laut Tim Cook im App Store derzeit insgesamt 850.000 Apps gelistet. Was für ein lebendiges App-Ökosystem!

Auch wenn inzwischen mehr Android-Geräte verkauft und genutzt werden, beim Thema App Store hat nach wie vor Apple die Nase vorne. Apples ärgster Konkurrent Google kommt mit seinem Play Store nach Zahlen von research2guidance bis Ende 2012 auf 31 Milliarden Downloads, im ersten Quartal 2013 sollen laut Canalys knapp 7 Milliarden Downloads dazugekommen sein. Damit läge Android mit knapp 38 Milliarden Downloads doch deutlich hinter Apple. Zudem sind für Android offenbar auch noch immmer weniger Apps verfügbar, nach halbwegs offiziellen Zahlen von Ende Oktober 2012 rund 700.000. Wie viele inzwischen dazugekommen sind, ist mangels frischer Zahlen allerdings unklar.

Auch wenn die Unterschiede zwischen 700.000 und 850.000 Apps marginal sind, lebendige App-Ökosysteme werden zukünftig mindestens ebenso wichtig wie verkaufte Geräte, und in dieser Hinsicht ist Apple blendend aufgestellt. Abgesehen von den knapp 10 Milliarden US- Dollar, die alleine für das erste Quartal unter dem Strich stehen bleiben.