7 Millionen verkaufte Blackberrys: Ende der Talfahrt?

Das Blackberry Z10 mit BB10-Betriebssystem.

Das Blackberry Z10 mit BB10-Betriebssystem. Quelle: Blackberry

Nach eigenen Geschäftszahlen konnte Blackberry im zweiten Quartal knapp 7 Millionen Smartphones verkaufen und beendet damit den bisherigen Abwärtstrend. Für einen wirklichen Befreiungsschlag reichen diese Zahlen allerdings nicht.

Blackberrys Verkaufszahlen sind gestiegen, aber immer noch zu niedrig

Mit den aktuell 6,8 Millionen Smartphones, die Blackberry nach eigenen Angaben im ersten Quartal des Fiskaljahres 2014 (kalendarisch die Monate März bis Mai 2013) verkaufen konnte, geht eine monatelange Talfahrt zu Ende: Seit März 2012 sind Blackberrys Verkaufszahlen kontinuierlich von 7,8 auf zuletzt nur mehr 6 Millionen Geräte für den Zeitraum Dezember 2012 bis Februar 2013 gesunken. 6,8 Millionen verkaufte Smartphones sind da durchaus eine gute Nachricht.

Für einen Befreiungsschlag reichen diese Zahlen aber trotzdem nicht. Zwar liegt Blackberry damit wieder leicht vor Nokia mit 6,1 Millionen verkauften Smartphones im ersten Quartal 2013, aber im Vergleich mit Sony, LG, Huawei und ZTE macht Blackberry damit keinen Stich. Ganz zu schweigen von Samsung oder Apple.

Nur 2,7 Millionen BB10-Geräte verkauft

Wenn zudem stimmt, was Blackberry-CEO Thorsten Heins offenbar gegenüber Investoren zugeben musste, dann konnte Blackberry lediglich 2,7 Millionen Geräte mit dem neuen Betriebssystem BB10 verkaufen. 2,7 von 6,8 Millionen, nicht gerade viel. Im vorangegangenen Quartal lag die Anzahl bei nur einer Million. Die Nachfrage nach den als Hoffnungsträgern lancierten neuen Geräten Z10 und Q10 ist in jedem Fall geringer, als von Blackberry angestrebt – auch wenn zumindest das Q10 in vielen Ländern noch gar nicht erhältlich ist.

Blackberry-Verkaufszahlen in Millionen Geräten seit März 2013.

Blackberry-Verkaufszahlen in Millionen Geräten seit März 2012. Quelle: Blackberry

Da liegt auch eines der größten Probleme von Blackberry: Die Produktpalette ist mit (vorerst) nur zwei Geräten zu klein, die abgedeckte Preisspanne sowieso. Und wohl auch die Zielgruppe, auch Business-Nutzer sind längst zu iOS und Android gewechselt.

So schwebt also weiter ein Fragezeichen über Blackberrys stilisierter Brombeere. 6,8 Millionen verkaufte Blackberrys sind zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Apropos wenig: Kurioserweise wird auch das in Würde gealterte Playbook weiter verkauft, ganze 100.000 Geräte konnte Blackberry noch absetzen. In einem Markt, in dem im ersten Quartal knapp 50 Millionen Tablets verkauft wurden, nicht der Rede wert.