Apple feiert neues Rekord-Quartal

Das iPhone 5 von Apple - sicherlich einer der größten Umsatzbringer im 1. Quartal 2013.

Das im Vergleich zur Android-Konkurrenz inzwischen doch etwas betagte Apple-Flaggschiff iPhone 5. Quelle: T-Mobile

Keine Krise in Sicht: Apple hat Zahlen zum zweiten Quartal 2013 vorgelegt und kann bei Umsatz und iPhone-Verkäufen punkten. Nur Gewinn und iPad-Verkäufe trüben den Rückblick – wenn auch nur leicht.

Apple verkauft so viele iPhones wie nie zuvor in einem zweiten Quartal

Die heute von Apple vorgelegten Konzernzahlen zum zweiten Quartal 2013 bieten sowohl Licht als auch Schatten, beides allerdings auf extrem hohem Niveau. Von April bis Juni 2013 konnte Apple ganze 31 Millionen iPhones an die weltweite Anhängerschaft verkaufen, das ist zwar weniger als die 37,4 Millionen des ersten Quartals und erst recht weniger als die 47,8 Millionen des vierten (Weihnachts-) Quartals 2012, dafür laut Apple die höchste jemals in einem zweiten Quartal verkaufte Anzahl an iPhones.

Mehr Output liefert derzeit nur Samsung, die im ersten Quartal 2013 um die 60 Millionen Geräte absetzen konnten. LG als Gegenbeispiel, auch heute mit frischen Zahlen zum zweiten Quartal an die Öffentlichkeit gegangen, freut sich zu Recht über die Rekord-Anzahl von 12 Millionen Smartphones.

Ist der quartalsweise Rückgang der iPhone-Verkäufe Grund zur Panik bei Apple? Wohl eher nicht, wer in drei Monaten 30 Millionen Smartphones verkauft, der wird auch auf absehbare Zeit noch oben mitspielen. Zumal Apple Gerüchten zufolge bereits daran arbeiten, dem Trend zu größeren Displays zu folgen. Abgesehen davon befindet sich Apples Smartphone-Flaggschiff, das iPhone 5, am Ende seines Lebenszyklus, das iPhone 5S dürfte in Kürze vorgestellt werden.

Rückgang bei Tablets unvermeidlich?

Weniger rosig sieht es dagegen bei den iPad-Verkäufen aus, allerdings handelt es sich hier in jedem Fall um Jammern auf höchstem Niveau. Auf 14,6 Millionen iPads sind die Tablet-Verkäufe gesunken, im Vorjahresquartal waren es noch 17, im vierten Quartal 2012 sogar 22,9 und im ersten Quartal 2013 immer noch 19,5 Millionen Geräte. Aber: Gut 14 Millionen Tablets? Alle anderen Hersteller sind von solchen Zahlen momentan meilenweit entfernt.

Trotzdem muss sich Apple natürlich Gedanken über den Rückgang der Tablet-Verkaufszahlen machen, eine der wichtigsten Ursachen dürfte die starke Nachfrage nach günstigen 7- und 8-Zoll-Geräten sein, die derzeit alleine von Android-Herstellern befriedigt wird. Im oberen Preissegment ist mit Windows 8 zudem ein neuer Konkurrent dazugekommen, der Apple vor allem im Business-Bereich Marktanteile streitig machen dürfte. Die Zeiten, in denen das iPad schon alleine aus Mangel an Alternativen das beste Tablet auf dem Markt war, sind inzwischen schlicht vorbei.

Was dabei gerne vergessen wird: Erfolg wird auch an der Strategie gemessen, und unabhängig von Verkaufszahlen und Marktanteilen ist Apple der derzeit wahrscheinlich profitabelste Smartphone- und Tablet-Hersteller – unter den wenigen, die überhaupt profitabel arbeiten. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal von 35 auf 35,3 Milliarden US-Dollar erhöht werden, der Gewinn ist von 8,8 auf immer noch enorme 6,9 Milliarden US-Dollar gesunken. Da ist alles andere als Panik angesagt.