Nielsen bestätigt Smartphone-Boom in Deutschland

Smartphone-Marktanteile nach Nutzung im Februar 2013 für Deutschland.

Smartphone-Marktanteile nach Nutzung im Februar 2013 für Deutschland. Quelle: Nielsen

Der aktuelle Smartphone Insights Report von Nielsen gibt einen Einblick in die Handy-Nutzung Deutschlands und bestätigt den anhaltenden Smartphone-Boom: Weit mehr als die Hälfte der deutschen Handy-Besitzer nutzen ein Smartphone.

Die Zahlenbasis für Nielsens Smartphone Insights Report geht schon auf den 4. bis 13. Februar 2013 zurück, sodass der Erkenntnisgewinn nach etwa einem halben Jahr leider etwas mager ist. Der Mangel an Zahlen zum deutschen Smartphone-Markt macht den Nielsen Report dann aber doch irgendwie schmackhaft.

Laut Nielsen besitzen (oder: besaßen im Februar…) bereits 94 Prozent der deutschen Bevölkerung ein Mobiltelefon, während die Smartphone-Durchdringung bereits 62 Prozent erreicht hat. Bei den Marktanteilen der „Primärgeräte“, also bevorzugt eingesetzte Smartphones, hat Samsung mit 41 Prozent die Nase vorne, gefolgt von Apple mit 21 Prozent. Auf Platz drei folgt HTC mit 11 Prozent, Nokia kommt auf 9, Sony auf 8, LG auf 3 und andere Hersteller auf 5 Prozent Marktanteil. Der Anteil von Motorola im deutschen Smartphone-Markt ist leider nicht ablesbar.

Wohlgemerkt, hierbei handelt es sich um Nutzungszahlen, nicht um Verkaufszahlen. Der Unterschied ist wichtig. Von comScore gibt es Vergleichszahlen, die auch die Nutzung untersuchen, die für Januar 2013 und März 2013 auf relativ ähnliche Werte kommen, nur Nokia und HTC tauschen bei comScore die Plätze.

Einen Wermutstropfen hat der Nielsen Report aber doch: Laut eigenen Angaben zur Datenerhebung wurden im Februar 2013 mehr als 1.600 Personen über ein Online-Panel befragt. Die Grundgesamtheit besteht aus Verbrauchern, „die das Internet nutzen“. Mit steigendem Alter der Verbraucher darf man aber wohl mit gutem Gewissen eine sinkende Internetaffinität vermuten. Zudem dürfte der Anteil von Smartphone-Nutzern unter Internet-Nutzern höher sein, als unter Verbrauchern, die das Internet nicht nutzen. Zwei Faktoren, die den Report wohl etwas zugunsten der Smartphone-Nutzung verzerren.