Gartner: In-App-Purchases werden immer wichtiger

Apples iTunes hat den Verkauf digitaler Güter erst in Schwung gebracht.

Apples iTunes hat den Verkauf digitaler Güter erst in Schwung gebracht. Quelle: Apple

Laut Gartner dürften alleine in diesem Jahr mehr als 100 Milliarden Apps heruntergeladen werden und dabei einen Umsatz von 26 Milliarden US-Dollar erzielen. Eine immer wichtigere Rolle spielen dabei In-App-Purchases.

Im Jahr 2013 werden 102 Milliarden Apps heruntergeladen

Den anhaltend steigenden Verkaufszahlen von Tablets und Smartphones folgt auch die Anzahl an App-Downloads, und so verwundert es nicht besonders, wenn die Marktforscher bei Gartner alleine für das laufende Jahr 2013 weltweit und über alle App Stores hinweg mit 102 Milliarden heruntergeladenen Anwendungen rechnen. Im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um knapp 160 Prozent, 2012 wurden laut Gartner nur 64 Milliarden Downloads erreicht. Bis zum Jahr 2017, wenn man im Mobile-Business überhaupt so weit in die Zukunft blicken mag, sollen es dann sogar erstaunliche 268 Milliarden Downloads werden.

Viel interessanter ist aber der Umsatz, der mit Apps erzielt wird, denn der soll sich im Jahr 2013 auf 26 Milliarden US-Dollar belaufen, während der Umsatz im vergangenen Jahr bei 18 Milliarden US-Dollar lag. Wenn die Gesamtzahl heruntergeladener Apps schneller steigt als die damit erzielten Umsätze dürfte es für Entwickler zunehmend schwieriger werden, ihre App langfristig zu monetarisieren.

2017 kommt fast die Hälfte aller Einnahmen aus dem Verkauf digitaler Güter

Um Einnahmen aus einer App zu generieren gibt es nur drei Möglichkeiten: durch den Kaufpreis, wenn die App selbst kostenpflichtig ist, durch Werbeeinnahmen oder durch Verkaufserlöse digitaler Güter innerhalb der Anwendung. Gerade letzterer Variante, In-App-Purchases, kommt dabei laut Gartner eine stetig wachsende Bedeutung zu.

Während im vergangenen Jahr 89,6 Prozent aller Anwendungen kostenlos waren, soll deren Anteil 2013 bereits auf 91 Prozent ansteigen. Für das Jahr 2017 rechnet Gartner sogar mit einem Anteil kostenloser Apps von ganzen 94,5 Prozent. Gleichzeitig sollen aber die Umsätze mit In-App-Purchases von 11 Prozent im letzten Jahr über 17 Prozent im aktuellen bis hin zu 48 Prozent im Jahr 2017 steigen.

Der erwartete Anstieg ist dabei kaum verwunderlich, denn über den Verkauf generiert eine App pro Nutzer nur ein Mal Umsätze, über den Verkauf digitaler Güter im Idealfall aber über einen längeren Zeitraum immer wieder. Dafür muss auf Entwicklerseite aber natürlich auch konstant in Qualität und Performance der App investiert werden. Über mögliche Gewinne sagen all diese Zahlenspiele aber letztlich sowieso nichts aus.

Auch wenn die Überschrift von den Jahren 2010 bis 2016 spricht - gemeint sind die App-Downloads der Jahre 2012 bis 2017.

Auch wenn die Überschrift von den Jahren 2010 bis 2016 spricht – gemeint sind die App-Downloads der Jahre 2012 bis 2017. Quelle: Gartner

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