Android wächst auch im Werbemarkt

Anteile mobiler Betriebssysteme im Werbenetzwerk Millennial Media.

Anteile mobiler Betriebssysteme im Werbenetzwerk Millennial Media. Quelle: Millennial Media Mobile Mix

Die anhaltend hohen Verkaufszahlen von Android-Geräten schlagen weiter auf Nutzungszahlen und damit auch auf die Anteile im Mobile Advertising-Markt durch: Android kann auch hier ordentlich zulegen.

Das Werbenetzwerk Millennial Media gewährt in regelmäßigen Abständen einen Einblick in die Auswertung seiner (für Kunden durchgeführten) Werbekampagnen, wodurch sich ein Rückschluss auf die Verbreitung und Nutzung von mobilen Endgeräten und Betriebssystemen ziehen lässt.

Für das dritte Quartal 2013 (PDF-Download) kommt Android dabei im Millennial-Netzwerk auf einen Anteil an Ad Impressions (ausgespielte Werbemittel analog zu Seitenaufrufen bei Website-Tracking) von inzwischen 56 Prozent, iOS folgt mit 37 Prozent.

In Bezug auf Windows Phone und Blackberry ist der Vergleich mit dem letzten Jahr interessant: Während Windows Phone im dritten Quartal 2012 noch bei einem Anteil von 5 Prozent lag, verursacht das Microsoft-OS derzeit nur noch ein Prozent des Werbe-Traffics – auch wenn die Verkaufszahlen weiter steigen und sich entsprechend auch bei den Marktanteilen langsam etwas tut.

Bei Blackberry dagegen das umgekehrte Bild: Obwohl die Verkaufszahlen in den Keller rauschen, kommen Blackberry-Geräte noch immer auf einen Anteil von sechs Prozent, nur zwei Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Warum? Weil sich mit steigenden oder eben sinkenden Verkaufszahlen die langfristig angesammelte Nutzerbasis auch nur sehr langsam verändert.

Anteile unterschiedlicher Gerätegattungen im Werbenetzwerk Millennial Media.

Anteile unterschiedlicher Gerätegattungen im Werbenetzwerk Millennial Media. Quelle: Millennial Media Mobile Mix

Interessant ist auch die Verteilung nach Gerätegattung, bei der Smartphones leichte Einbußen hinnehmen mussten und trotzdem noch für 73 Prozent der Ad Impressions verantwortlich sind. Den zweitgrößten Anteil machen „Non-Phone Connected Devices“ aus, darunter würden zwar Hype-Geräte wie Smartwatches oder Smartglasses fallen, aber deren Verbreitung ist definitiv noch zu gering, um im Millennial-Netzwerk eine Rolle zu spielen.

Gemeint sind hier vor allem Tablets, deren Anteil im Vergleich zum dritten Quartal 2012 um drei Prozentpunkte auf 23 Prozent nach oben klettern konnte. Irgendwie aber verblüffend, dass trotz des anhaltenden Tablet-Booms noch immer fast drei Viertel des Werbe-Traffics von Smartphones verursacht werden.