Smartphone-Verkaufszahlen: Blackberry als Randnotiz

Eines der neuesten BB10-Geräte: Das Z30.

Eines der neuesten BB10-Geräte: Das Z30. Quelle: Blackberry

Blackberry hat im vergangenen Quartal nur 4,3 Millionen Smartphones verkauft, der größte Teil davon geht auf Geräte mit dem älteren Betriebssystem Blackberry OS 7 zurück. Allmählich wird Blackberry zur Randnotiz im Smartphone-Markt.

Für weniger bekannte Gerätehersteller wären 4,3 Millionen verkaufte Smartphones vielleicht ein akzeptabler Wert, Blackberry als traditionsreicher Quasi-Erfinder des Business-Smartphones kann damit nicht zufrieden sein und wird so mehr und mehr zur Randnotiz im Smartphone-Markt.

Der einst so hoffnungsvolle Neustart mit dem neuen Betriebssystem BB10 und Full-Touch-Geräten wie dem Z10, Q10 oder dem neuesten Z30 ist also gründlich schief gelaufen: Unter den 4,3 Millionen verkauften Smartphones in den Monaten September bis November 2013 (das dritte Quartal des Blackberry-Finanzjahres) waren lediglich 1,1 Millionen BB 10-Geräte – die restlichen 3,2 Millionen Blackberry-Smartphones gehen auf ältere BB 7-Geräte zurück. Hier hat der Handel also ordentlich die Lagerbestände geleert, anstatt neue Geräte zu verkaufen.

Schon im vergangenen Quartal musste Blackberry zugeben, dass sich BB10-Geräte bisher schlecht verkauft hätten, schob dies aber damals noch auf die schlechte Verfügbarkeit. Von Juni bis August 2013 konnte Blackberry nur 3,7 Millionen Smartphones verkaufen.

Verkaufszahlen von Blackberry-Smartphones seit März 2012.

Verkaufszahlen von Blackberry-Smartphones seit März 2012. Quelle: Blackberry, eigene Grafik

Mit neuem Management und einer gerade erst verkündeten Partnerschaft mit dem Auftragsfertiger Foxconn will Blackberry jetzt einmal mehr gegensteuern, um den Negativtrend so vielleicht doch noch einmal herumzureißen. Durch die Einbeziehung von Foxconn hofft Blackberry offenbar auf freie Ressourcen und eine weitere Konzentration auf das Wachstumssegment Mobile Device Management.

Die Installationsbasis der MDM-Lösung Blackberry Enterprise Service 10 konnte im Vergleich zum September 2013 immerhin um 5.000 angehoben werden, insgesamt nutzen derzeit laut Blackberry 80.000 Firmenkunden die MDM-Plattform von Blackberry.

Für Blackberry dürfte der Deal mit Foxconn einer der letzten Strohalme sein, bevor man im Smartphone-Markt auch als Randnotiz verschwindet. Den Erfolg mit den neuen Foxconn-Geräten sucht Blackberry nach eigenen Angaben jetzt in den aufstrebenden Märkten Asiens.