20 Millionen verkaufte Phablets im Jahr 2014

 

Mit dem Lumia 1520 will auch Nokia ein Stück vom Phablet-Kuchen

Mit dem Lumia 1520 will auch Nokia ein Stück vom Phablet-Kuchen. Quelle: Nokia

Die Verkaufszahlen von Phablets dürften weiter steigen, 20 Millionen verkaufte Geräte erwartet Juniper Research für 2014. Bis 2018 soll bereits ein Vielfaches davon abgesetzt werden.

Ab wann ist ein Smartphone ein Phablet?

Juniper Research hat ein neues Whitepaper zum Marktvolumen von Phablets veröffentlicht (kostenlose Registrierung erforderlich), also zu den erwarteten Verkaufszahlen von Smartphones jenseits der 5,6-Zoll-Grenze. Interessant ist diese Definition seitens Juniper Research vor allem deshalb, weil durch die Festlegung der Untergrenze auf 5,6 Zoll Displaydiagonale pikanterweise das Ur-Phablet, nämlich das Samsung Galaxy Note, gar nicht mehr in die Kategorie „Phablet“ fällt – genauso wie der Nachfolger Galaxy Note 2.

Während das erste Galaxy Note eine heute in der Tat fast schon normal anmutende Displaydiagonale von 5,2 Zoll aufweist, kommt der Nachfolger immerhin auf 5,55 Zoll. Erst das aktuelle Samsung Galaxy Note 3 fällt letztendlich mit 5,7 Zoll in Junipers Klassifizierung als Phablet. So schnell ändern sich die Gerätenormen.

Juniper Research erwartet 120 Millionen verkaufte Phablets bis 2018

So oder so geht der Phablet-Boom laut Juniper unvermindert weiter, im aktuellen Jahr sollen 20 Millionen Geräte ausgeliefert werden, bis zum Jahr 2018 dann sogar bereits 120 Millionen. Kein Wunder, dass immer mehr Hersteller auf den Phablet-Zug aufspringen, zuletzt beispielsweise auch Nokia mit dem Lumia 1520.

Die Ursache für die wachsende Nachfrage nach Phablets liegt laut Juniper Research in der veränderten Mediennutzung: Mit der zunehmenden technischen Reife von Smartphones änderten sich auch die Nutzungsszenarien, und während früher vor allem die Kommunikation im Mittelpunkt der Handy-/Smartphonenutzung stand ist es mit zunehmender technischer Reife die Mediennutzung auf Geräten mit immer größerem Display.

Samsung hat das als erster erkannt, erneuert seine Note-Reihe konsequent und konnte sich daher nur zwei Monate nach Verkaufsstart über erstaunliche 10 Millionen verkaufte Galaxy Note 3 freuen. Setzt man die Displaygröße eines Phablets übrigens unterhalb der von Juniper herangezogenen 5,6 Zoll an, dann kommt man logischerweise auf weitaus mehr verkaufte Phablets. Alles eine Frage der Definition also.