51 Millionen iPhones: Kursrückgang trotz neuem Rekord

Apple-Verkaufszahlen 2013Apple konnte im vierten Quartal 2013 mal wieder Rekord-Verkaufszahlen vorstellen, trotzdem ging der Börsenkurs gestern deutlich nach unten. Warum?

Analysten waren im Vorfeld für das vierte Quartal 2013 von 55 Millionen verkauften iPhones und 25 Millionen verkauften iPads ausgegangen, Apple hatte Montagnacht deutscher Zeit 51 Millionen iPhones und 26 Millionen iPads gemeldet – neuer Rekord, sowohl absolut als auch für ein viertes Quartal. Also alles bestens? Nicht ganz.

Natürlich hat Apple auch im vierten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet, der mit 13,1 Milliarden US-Dollar höher liegt als der Umsatz manch anderer IT-Firmen. Der Umsatz lag bei 57,6 Milliarden Dollar. Die Cashcow Apple funktioniert also durchaus noch, auch weil der durchschnittliche Gerätepreis bei Apple-Produkten überdurchschnittlich hoch ist.

Und natürlich konnte Apple im vergangenen Jahr mehr iPhones verkaufen, als noch im Vorjahresquartal mit 47 Millionen Geräten. Aber genau hier beginnt das Problem: Wie Tomi Ahonen vorrechnet, wuchs der Smartphone-Markt von 2012 auf 2013 insgesamt um etwa 50 Prozent – Apples iPhone-Verkaufszahlen dagegen nur von 135 auf 153 Millionen Geräte, also nur um 13 Prozent. Beim Vergleich dieser zwei Zahlen versteht man, warum Apples Börsenkurs gestern um mehr als 40 US-Dollar nachgab.

Apple könnte sicherlich ganz gut davon leben, auch nur ein Drittel seiner aktuellen iPhone-Nutzer jeweils im Zweijahrestakt mit neuen iPhones zu versorgen. Der Markt aber will ein Wachstum sehen, so widersinnig das ab einem bestimmten Punkt auch ist. 13 Prozent jährliches Wachstum ist da offenbar einfach zu wenig. Im gesamten Jahr 2013 hat Apple 153 Millionen iPhones und 74 Millionen iPads verkauft.