Die Zukunft der Mediennutzung gehört Apps

Video-Stream über die Netflix-App: Mobile verändert die Mediennutzung.

Video-Stream über die Netflix-App: Mobile verändert die Mediennutzung. Quelle: Netflix

Künftig wird sich die Art der Mediennutzung mehr und mehr auf mobile Endgeräte und Apps verlagern. Damit ändern sich die Rahmenbedingungen vieler Geschäftsmodelle.

Laut aktuellen Gartner-Zahlen sollen bis zum Jahr 2017 bereits 268 Milliarden Apps aus den verschiedenen Stores heruntergeladen worden sein und damit mehr als 77 Milliarden US-Dollar Umsatz erwirtschaftet haben. Noch immer aufregende Zeiten für die Mobile-Branche!

Dass damit auch ein Wandel vieler Geschäftsmodelle einhergeht, zeigt eine Studie der Managementberatung Bain & Company Deutschland: 70 Prozent aller Konsumenten mit mehreren Endgeräten weisen heute eine höhere Mediennutzung auf als früher (welcher Zeitraum dabei zugrunde gelegt wird geht aus der Studien-Zusammenfassung leider nicht hervor), während dieser Anteil bei Konsumenten mit nach wie vor nur einem Endgerät bei nur 45 Prozent liegt.

Das heißt also, dass der Medienkonsum bei Menschen mit mehr Endgeräten, und damit wohl vor allem mit mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets, durchschnittlich höher ist als bei Menschen mit nur einem Endgerät. Bedeutung erlangt dies vor allem dadurch, dass laut Bain & Company bereits 64 Prozent der Bewohner westlicher Länder wie den USA, Deutschlands oder Frankreichs ein Smartphone besitzen, 39 Prozent ein Tablet. „Tablet-PCs und Smartphones werden zum permanent genutzten Mittel, um auch unterwegs Filme zu sehen, zu spielen und Musik zu hören”, so das Zwischenfazit von Dr. Imeyen Ebong, Partner bei Bain & Company.

Bain & Company rät Medienkonzernen daher, richtig auf die zunehmende Mobilisierung der Mediennutzung zu reagieren: Hochwertige eigene Inhalte müssen gestärkt werden, um Plattformanbietern wie Netflix, nicht zuletzt durch die bequeme Mobilnutzung erfolgreich geworden, das Wasser abzugraben. Gleichzeitig muss der Vorteil des direkten Kundenkontakts, den Plattformanbieter wie Netflix, Watchever, Lovefilm usw. haben, durch kundendatengetriebenere Ansätze ausgehebelt werden.