Vodafone-Studie zeigt: BYOD längst Realität

Bearbeitung beruflicher E-Mails auf privaten Handys.

Bearbeitung beruflicher E-Mails auf privaten Handys. Quelle: Vodafone Institute for Society and Communications

Wie eine vom Vodafone-Institut herausgegebene Studie zeigt, ist BYOD längst in Unternehmen angekommen. Mehr als die Hälfte der befragten Manager bearbeitet dienstliche E-Mails auf privaten Handys – manche sogar trotz ausdrücklichem Verbot.

Manager schätzen ortsunabhängigen Datenzugriff dank mobiler Geschäftsprozesse

Die vom Vodafone Institute for Society and Communications herausgegebene Studie „The Mobile Revolution“ wurde von Professor Stefan Stieglitz von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Tobias Brockmann vom Competence Center Connected Organization erstellt und dreht sich um Erfolgsfaktoren für die Umsetzung von Mobile-Strategien.

Für die Studie wurden 192 Manager deutscher Unternehmen befragt, von denen beim Stichwort Enterprise Mobility beispielsweise 82 Prozent die Ortsunabhängigkeit als großen Vorteil sehen. 74 Prozent der Befragten sind zudem der Ansicht, dadurch Geschäftsprozesse beschleunigen zu können.

Bei der Mobilisierung von Geschäftsprozessen darf es dabei laut Stefan Stieglitz „nicht um eine Entscheidung für Sicherheit oder Nutzerfreundlichkeit gehen. Beide Aspekte müssen zusammengedacht werden, um langfristig als ‚Mobile Enterprise‘ erfolgreich sein zu können.“

Erreichbarkeit von Arbeitnehmern während der Feiertage 2013.

Erreichbarkeit von Arbeitnehmern während der Feiertage 2013. Quelle: Bitkom

BYOD: Sowohl Nutzerfreundlichkeit als auch Sicherheit berücksichtigen

Eines der größten Probleme sieht Stefan Stieglitz dabei in der Integration privater Endgeräte in die Unternehmens-IT: 51 Prozent der befragten Manager gaben an, dienstliche E-Mails auf privaten Handys zu bearbeiten, ohne dass entsprechende Richtlinien oder gar eine ausdrückliche Genehmigung dazu vorläge.

Zwei Prozent nutzen ihr privates Handy sogar trotz eines klaren Verbots durch ihr Unternehmen. Dazu passt, dass laut jüngsten Zahlen des Branchenverbandes Bitkom 74 Prozent der deutschen Arbeitnehmer auch über die Weihnachtsfeiertage per Telefon oder E-Mail dienstlich erreichbar waren – sicherlich viele davon über private Endgeräte.

„Bring your own Device“ scheint also längst Realität in deutschen Unternehmen zu sein, ohne dass entsprechende Richtlinien oder Mobile Device Management-Lösung bereitständen. Für 84 Prozent der für die Vodafone-Studie befragten Manager ist demnach auch die sichere Datenübertragung, für 59 Prozent zentrale Zugriffs- und Löschmöglichkeiten wichtiger Bestandteil mobiler Lösungen. Zwei Anforderungen, die sich mit privaten Endgeräten nur unzureichend umsetzen lassen.