42 Prozent aller Smartphones günstige Einsteiger-Geräte

Samsung Galaxy Not 3, die dritte Generation des "Ur-Phablets".

Eines der aktuellen Highend-Smartphones: Das Galaxy Note 3. Quelle: Samsung

Die fetten Jahre im Smartphone-Markt neigen sich langsam dem Ende zu, so neueste IDC-Zahlen. Schon im vergangenen Jahr verlagerte sich der Konkurrenzkampf hin zum günstigen Einsteiger-Bereich.

Nachfrage im Smartphone-Markt verschiebt sich in den günstigen Einsteiger-Bereich

Nach neuesten IDC-Zahlen waren Android und iOS im Jahr 2013 zusammen für knapp 94 Prozent der eine Milliarde verkauften Smartphones verantwortlich, alleine im vierten Quartal dann bereits für knapp 96 Prozent – da bleibt für alternative mobile Betriebssysteme nicht viel Entfaltungsspielraum, 2013 wurden lediglich 33 Millionen Windows Phone-Geräte und 19 Millionen Blackberrys verkauft.

Dabei wird der Konkurrenzkampf auch an anderer Front immer härter: 42.6 Prozent aller im vergangenen Jahr verkauften Smartphones lagen unterhalb der Preisgrenze von 200 US-Dollar, damit verschiebt sich die Nachfrage immer weiter in den günstigen Einsteiger-Bereich. IDC erwartet ein baldiges Ende des zweistelligen Wachstums im Smartphone-Markt, daher greifen die Hersteller das Wachstum offenbar da ab, wo es noch am stärksten vorhanden ist und setzen damit mehr und mehr auf günstige Geräte mit geringeren Hardware-Spezifikationen. Teure Highend-Boliden wie das Samsung Galaxy Note 3 und Co. dienen damit laut IDC eher der Image-Pflege als der Umsatzsteigerung.

Android mit 78 Prozent Marktanteil

Was die Betriebssysteme betrifft gibt es im Vergleich zu anderen Marktforschern bei IDC keine großen Überraschungen, im vierten Quartal 2013 wurden 226 Millionen Android-Geräte verkauft, ein Marktanteil von 78,1 Prozent. iOS folgt mit 51 Millionen verkauften iPhones und 17,6 Prozent Marktanteil, Windows Phone kommt bei 8,8 Millionen verkauften Smartphones auf 3 Prozent Marktanteil und Blackberry mit 1,7 Millionen Geräten noch auf 0,6 Prozent.

Damit erreicht Android für das gesamte Jahr 2013 bei knapp 800 Millionen verkauften Smartphones einen Marktanteil von 78,6 Prozent, iOS bei 154 Millionen verkauften iPhones 15,2 Prozent. Windows Phone hat sich offenbar endgültig auf dem dritten Platz festgesetzt und kommt bei 33 Millionen verkauften Smartphones auf 3,3 Prozent Marktanteil.

Im Vergleich zum Vorjahr, in dem nur 17,5 Millionen Windows Phone-Geräte verkauft werden konnten, legt Microsofts Smartphone-Betriebssystem damit um stolze 90 Prozent zu – gut 3 Prozent Marktanteil werden aber noch für keine Jubelstimmung in Redmond sorgen. Bei Blackberry dagegen dürfte langsam Existenzangst das Stimmungsbild prägen, mit 19,2 Millionen verkauften Smartphones kommt der ehemalige Smartphone-Riese auf nur noch 1,9 Prozent Marktanteil.

Marktanteile mobiler Betriebssysteme 2013 nach IDC