Wearables: 90 Millionen verkaufte Geräte erwartet

Verkaufsschlager oder Ladenhüter? Bei Fitness-Trackern sind sich die Analysten uneins.

Verkaufsschlager oder Ladenhüter? Bei Fitness-Trackern sind sich die Analysten uneins. Quelle: Withings

Kaum ein großer Marktforscher, der noch keine Prognose zum Markt für Wearable Computing abgegeben hat. ABI Research hat noch gefehlt und legt jetzt mit 90 Millionen verkauften Geräten nach.

Obwohl erst im Oktober eröffnet, füllt sich die Kategorie „Wearables“ recht schnell und zeigt dabei, wie schwierig ein noch so junger Markt einzuschätzen ist. ABI Research nämlich geht in einer neuen Veröffentlichung von 90 Millionen Smart Wearable Devices aus, die im Jahr 2014 verkauft werden sollen. Im Gegensatz dazu rechnen die Spezialisten bei Deloitte für das aktuelle Jahr mit lediglich 10 Millionen Geräten – 10 oder 90 Millionen, wem soll man da glauben?

Die widersprüchlichen Ansichten prallen dann beim Thema Fitness-Tracker ein weiteres Mal diametral aufeinander: Deloitte sieht Fitness-Tracker wie Fitbit, Nikes Fuelband oder Withings Pulse als schwer verkäufliche Ladenhüter, denen Smartphones auf der einen Seite und Smartglasses auf der anderen Seite den Rang ablaufen. ABI Research dagegen prophezeit gerade Fitness-Trackern eine goldene Zukunft, weil im Fitness- und Sportbereich die potenzielle Zielgruppe am größten sei.

Worauf sich immerhin alle Analysten einigen können, sind die absatzhemmenden Hardwarebeschränkungen wie Akku-Leistung, Größe etc. Genauso einig sind sich allerdings alle, dass sich gerade hier in den nächsten Jahren einiges bewegen wird. Man darf gespannt sein, welche Prognosen dann letztendlich zutreffend waren.