Emerging Markets pushen Tablet-Verkaufszahlen

Mit steigender Marktsättigung in Nordamerika und Europa erwartet ABI Research eine Hinwendung der Tablet-Hersteller zu Emerging Markets. Die Tablet-Verkaufszahlen sollen so die Marke von 200 Millionen Geräte überschreiten.

Die Marktforscher bei ABI Research wagen einen Blick in die nähere Zukunft und sagen für das Jahr 2014 insgesamt 200 Millionen verkaufte Marken-Tablets voraus, im Vergleich zu 2013 ein enormes Plus von 20 Prozent. Laut Zahlen von NPD Display Search dürfte diese Zahl bis 2017 sogar auf weit mehr als 400 Millionen Geräte ansteigen. Dabei sollen sogenannte Emerging Markets, also Absatzmärkte wirtschaftlich aufstrebender Länder wie Lateinamerika, Osteuropa sowie des Mittleren Ostens und Afrika, laut ABI Research eine immer wichtigere Rolle spielen. Die klassischen Absatzmärkte für hochpreisige Technologieprodukte Nordamerika, Westeuropa, Japan und Südkorea weisen inzwischen offenbar eine zu hohe Marktdurchdringung von Tablets auf, als dass sich Gerätehersteller alleine auf diese Märkte konzentrieren würden.

Zum ersten Mal überhaupt erwartet ABI Research für das laufende Jahr, dass in Nordamerika weniger als die Hälfte aller Markentablets verkauft werden. Demnach richten Tablet-Hersteller ihren Fokus inzwischen mit bewusst günstig hergestellten Tablets mit geringen Hardware-Spezifikationen gen Osten und Süden. Mit Blick auf Nutzerbasis und Marktanteile keine guten Nachrichten für die Hochpreis-Marke Apple, die es bisher allerdings trotz erdrückender Android-Dominanz im Smartphone- und inzwischen auch Tablet-Markt geschafft hat, immer neue Rekordumsätze zu vermelden.