Smartphone-Markt China: Apples langer Weg

Das neue Apple-Flaggschiff iPhone 5S.

Das iPhone 5S, offenbar auch in China ein Erfolg. Quelle: Apple

Apple kann mit der neuen iPhone-Generation in China zwar erste Erfolge feiern, startet seine große Offensive aber zu einem Zeitpunkt, an dem das Wachstum in China erstmals seit Jahren zurückgeht. Damit dürfte Apple noch ein langer Weg bevorstehen.

Nachdem der chinesische Smartphone-Markt mehr als zwei Jahre lang Quartal für Quartal hohe Wachstumsraten vorweisen konnte, gab es im vierten Quartal 2013 erstmals einen kleinen Einbruch: Von 94,8 Millionen verkauften Smartphones im dritten Quartal 2013 gingen die Verkaufszahlen auf 90,8 Millionen im vierten Quartal zurück. Damit mehren sich die Anzeichen für eine allgemeine Stagnation im Smartphone-Markt aufgrund der allmählichen sehr hohen Smartphone-Verbreitung, der Gerätehersteller zukünftig mit günstigeren Einsteigergeräten begegnen wollen.

China dürfte aber trotzdem noch immer zu den dynamischsten Smartphone-Märkten zählen, für das gesamte Jahr 2014 rechnen die Marktforscher der IDC nämlich trotzdem mit einem jährlichen Wachstum von 20 Prozent, 420 Millionen Smartphones sollen dieses Jahr alleine in China abgesetzt werden. Im Vergleich zu den 63 Prozent Wachstum von 2012 auf 2013 scheinen 20 Prozent allerdings fast schon gering.

Kein Wunder also, dass sich Apple im Januar diesen Jahres auf den lange im Voraus geplanten Weg nach China gemacht hat und künftig die Vertriebswege des größten chinesischen Mobilfunkanbieters China Mobile nutzen kann. Nach Berichten des Wall Street Journals konnte Apple seinen Marktanteil im vierten Quartal 2013 zwar bereits auf 7 Prozent steigern, langfristig dürfte man in Cupertino aber eher auf den doppelten Marktanteil hoffen, wie er derzeit auch in etwa weltweit erreicht wird. In diesem riesigen Markt ein ebenso riesiges Geschäft, bei der großen Konkurrenz durch die vielen chinesischen Android-Hersteller dürfte der Weg zum Erfolg aber etwas länger werden.