IDC und Strategy Analytics: Erste Zahlen zum Smartphone-Markt 2014

Das neueste Samsung-Flaggschiff, das Galaxy S5.

Das neueste Samsung-Flaggschiff, das Galaxy S5. Quelle: Samsung

Das erste Quartal 2014 ist längst durch und so langsam trudeln auch entsprechende Zahlen zum Smartphone-Markt ein. Mit 280 Millionen verkauften Geräten konnte der Markt dabei nochmals um 30 Prozent zulegen.

1. Quartal 2014 Samsung verkauft 85 bis 89 Millionen Smartphones

Natürlich unterscheiden sich die von Strategy Analytics und IDC herausgegebenen Zahlen in kleineren Details, im Großen und Ganzen ergeben sie aber durchaus ein stimmiges Bild vom Smartphone-Markt im ersten Quartal 2014. Während IDC von 281,5 Millionen verkauften (bzw. genau genommen an den Handel ausgelieferten) Smartphones ausgeht, sind es bei Strategy Analytics mit 285 Millionen Geräten etwas mehr. So oder so bleibt unter dem Strich im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Plus von 30 Prozent. Für das gesamte Jahr fällt die Prognose von IDC dagegen etwas niedriger aus, bei 1,2 Milliarden insgesamt ausgelieferten Smartphones läge der Zuwachs bei nur noch 20 Prozent.

Smartphone-Verkaufszahlen im ersten Quartal 2014 laut IDC

Mit Blick auf die größten Smartphone-Hersteller liegt Samsung nach wie vor unangefochten auf dem ersten Platz und konnte mit laut IDC sagenhaften 85 Millionen Smartphones einen Marktanteil von 30 Prozent einfahren. Strategy Analytics liegt auch hier wieder etwas über den IDC-Zahlen und kommt sogar auf 89 Millionen Smartphones. Trotzdem es hier offenbar zum ersten Mal seit 2009 einen leichten Rückgang des Samsung-Marktanteils kam enorm gute Zahlen, die wohl auch dem Start des neuen Galaxy S5 zuzurechnen sind. Nur eine Woche nach Verkaufsstart soll das neue Samsung-Flaggschiff nämlich bereits ein Prozent aller Android-Smartphones ausmachen. So ein starkes Debüt ist man sonst nur von Apple gewöhnt.

Apples Marktanteil sinkt auf 15 Prozent, Nokia verkauft nur 7 Millionen Smartphones

Smartphone-Verkaufszahlen zum ersten Quartal 2014 laut Strategy AnalyticsApple dagegen ist weiter am Schwächeln und kommt unter den fünf größten Smartphone-Herstellern auf das geringste jährliche Wachstum. Trotzdem reichen 43,7 Millionen verkaufte iPhones leicht für einen komfortablen zweiten Platz und gut 15 Prozent Marktanteil. Das für Ende des Jahres erwartete neue Produkt-Portfolio mit mutmaßlich zwei größeren iPhones dürfte die Verkaufszahlen dann weiter beflügeln.

Interessanterweise liegt Huawei mit 13,7 Millionen Smartphones und 4,9 Prozent Marktanteil (Strategy Analytics: 13,4 Millionen Geräte bei 4,7 Prozent Marktanteil) knapp vor Lenovo mit 12,9 Millionen Smartphones und 4,6 Prozent Marktanteil (Strategy Analytics: 13,3 Millionen Smartphones und 4,7 Prozent Marktanteil). Nachdem Lenovo vor kurzem Motorola übernommen hat, sollte man auf dem dritten Platz doch eher Lenovo erwarten. Allerdings ist die Übernahme noch nicht abgeschlossen, daher werden die von Motorola verkauften Smartphones hier offenbar noch nicht Lenovo zugerechnet. Auf dem fünften Platz liegt laut IDC noch LG mit 12,3 Millionen Smartphones und 4,4 Prozent Marktanteil.

Anders als die Lenovo/Motorola-Übernahme ist die von Nokia durch Microsoft inzwischen abgeschlossen, daher gibt es leider auch keine detaillierten Verkaufszahlen des ehemals finnischen Smartphone-Herstellers mehr. Wenn man aber ein bisschen rechnet kommt man auf plausible 7,1 Millionen verkaufte Nokia-Smartphones, was sich ganz gut mit den neuesten Kantar-Zahlen sinkender Windows Phone-Marktanteile deckt. Bei einem so starken Wachstum im Smartphone-Markt wahrlich keine guten Verkaufszahlen, auch wenn Nokia damit immerhin mehr Smartphones verkaufen konnte als im Vorjahresquartal.