Blick in die Zukunft: IDC´s Prognose für den Mobile-Markt 2014

Das Microsoft Surface Pro 3 mit 12 Zoll Display-Diagonale.

Das Microsoft Surface Pro 3 mit 12 Zoll Display-Diagonale. Quelle: Microsoft

Marktforscher IDC wirft einen Blick in die Zukunft des Smartphone- und Tablet-Marktes und geht auch weiterhin von starkem Wachstum aus – allerdings mit deutlichen Unterschieden bei Tablets und Smartphones.

Zur vermeintlichen Stagnation des Tablet-Marktes ist inzwischen wohl alles gesagt, und auch wenn IDC jetzt seine Prognose für das Jahr 2014 von bisher 260 Millionen verkauften Tablets auf nur noch 245 Millionen Geräte gesenkt hat: Unter dem Strich würde hier im Vergleich zum Vorjahr immer noch ein dickes Plus von 12 Prozent stehen. Eine Stagnation sieht sicherlich anders aus.

IDC-Prognose zum Tablet-Markt 2014 bis 2018

Trotzdem machen sich laut IDC aber eben die längere Lebens- bzw. Nutzungsdauer von Tablets im Vergleich zu Smartphones sowie die Kannibalisierung durch Phablets durchaus bemerkbar, daher die jetzt gesenkte Prognose. Als Reaktion darauf erwartet IDC einen Schwenk der Tablet-Hersteller hin zu Geräten jenseits der 11 Zoll, während bisher gerade 7- und 8-Zoll-Geräte einen regelrechten Boom erleben. Erste Produkte sind auch bereits auf dem Markt bzw. angekündigt, beispielsweise Samsungs Galaxy Note Pro 12.2 oder Microsofts Surface Pro 3.

Smartphone-Betriebssysteme im Jahr 2018: Windows Phone mit gut 6 Prozent Marktanteil

Während sich das Wachstum im Tablet-Markt also zumindest etwas abschwächt geht der Smartphone-Boom offenbar ungebremst weiter. Für das Jahr 2014 erwartet IDC 1,2 Milliarden verkaufte Smartphones, im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum um etwas mehr als 23 Prozent. Dieses Wachstum dürfte wohl auch in ähnlicher Geschwindigkeit weitergehen, im Jahr 2018 sollen so bereits 1,8 Milliarden Smartphones verkauft werden.

Dabei spielen laut IDC natürlich „Emerging Markets“ wie Indien, Indonesien und Russland eine wesentliche Rolle, zusätzlich dürfte der weiter fallende Durchschnittspreis von Smartphones sicherlich auch nicht schaden: Von derzeit 314 US-Dollar sollen die Smartphone-Preise bis 2018 auf nur noch 267 US-Dollar sinken.

Mit Blick auf Smartphone-Betriebssysteme scheinen die kommenden Jahre allenfalls Langeweile zu versprechen, viel wird sich hier nach der IDC-Prognose nicht ändern. Der Marktanteil von Android dürfte leicht zurückgehen, dabei aber trotzdem bei um die 80 Prozent liegen. Auch iOS wird wohl leichte Einbußen wegstecken müssen, aber immer noch rund 14 Prozent erreichen. Großer Nutznießer dieser Entwicklung könnte dann Windows Phone sein, von den für das Jahr 2014 erwarteten 3,5 Prozent Marktanteil soll Microsofts Smartphone-Betriebssystem bis 2018 auf 6,4 Prozent klettern.

Für andere Betriebssysteme erwartet IDC dagegen mit 2,1 Prozent keine signifikanten Marktanteile, interessant vor allem deshalb, weil sich dahinter zum Beispiel auch Firefox OS und Sailfish OS verbergen, die speziell für ihren Einsatz in „Emerging Markets“ entwickelt wurden. Zumindest bis 2018 traut IDC diesen neuen Plattformen aber offenbar wenig zu.

IDC-Prognose zum Smartphone-Markt 2014 bis 2018