IDC zum Tablet-Markt, iPhone-, LG- und Microsoft-Verkaufszahlen: Mobile-Rückblick auf KW 30

So langsam trudeln die ersten Verkaufszahlen zum zweiten Quartal ein und erlauben einen ersten spannenden Einblick. Also auf zum Wochenrückblick für die KW 30!

Apple-Quartalszahlen: 35 Millionen iPhones, 13 Millionen iPads

Mit wieder einmal gemischten Quartalszahlen hat Apple wie gewohnt die komplette vergangene Woche die verschiedensten Technik-Blogs beschäftigt. Dabei muss man wohl gleich zu Beginn sagen, dass 35 Millionen verkaufte iPhones und 13 Millionen iPads nach wie vor in der allerobersten Liga spielen.

Im Vorfeld waren Analysten zwar von 40 Millionen verkauften iPhones ausgegangen, aber mit 35,2 Millionen liegt Apple noch immer vor dem Vorjahresergebnis von 31 Millionen verkauften iPhones. Bei den iPad-Verkäufen muss Apple allerdings einen leichten Rückgang von 14,6 Millionen im Vorjahresquartal auf jetzt 13,3 Millionen hinnehmen. Die sinkenden iPad-Verkaufszahlen müssen in letzter Zeit ja gerne als Gradmesser für den vermeintlich insgesamt stagnierenden Tablet-Markt herhalten. Dass das so nicht ganz stimmen kann zeigen zum Beispiel neue Zahlen von IDC, die ebenfalls letzte Woche veröffentlicht wurden.

IDC: Tablet-Markt wächst im Jahresvergleich um 11 Prozent

Vielleicht hört damit das Gemurmel um eine Stagnation im Tablet-Markt so langsam auf: Laut IDC konnten im zweiten Quartal 2014 genau 11 Prozent mehr Tablets verkauft werden, als im Vorjahresquartal. Das mag kein Riesen-Boom mehr sein, aber klein kann man ein Wachstum von jährlich mehr als zehn Prozent sicherlich auch nicht nennen.

Die fünf größten Tablet-Hersteller des zweiten Quartals 2014 laut IDC.Insgesamt wurden knapp 50 Millionen Geräte verkauft, auf Apple entfallen die bereits erwähnten 13,3 Millionen iPads und damit knapp 27 Prozent Marktanteil, Samsung folgt mit 8,5 Millionen Einheiten und 17,2 Prozent Marktanteil. Lenovo hat es an Asus vorbeigeschafft und liegt auf dem dritten Platz, aber der Abstand zu Apple und Samsung ist mehr als deutlich: Gerade einmal 2,4 Millionen Tablets konnte Lenovo absetzen und kommt damit auf 4,9 Prozent Marktanteil. Asus liegt mit 2,3 Millionen Tablets knapp dahinter, der Marktanteil liegt bei 4,6 Prozent. Acer bildet mit einer Million Tablets und 2 Prozent Marktanteil das Schlusslicht der Top 5.

Damit bleibt das Duopol aus Samsung und Apple weiter bestehen, auf ganze 44 Prozent kommen die beiden Hersteller immer noch. Schwer vorstellbar, dass außer den beiden alleine im Tablet-Markt ein anderer Hersteller noch Gewinn erwirtschaftet.

Auch Digitimes Research hat in der vergangenen Woche übrigens Zahlen zum Tablet-Markt veröffentlicht, wenn auch bei weitem nicht so umfangreiche wie die von IDC. Demnach sollen sogar 55 Millionen Tablets verkauft worden sein und damit knapp 18 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

LG setzt neuen Verkaufsrekord, Microsoft…eher nicht

Tja, das sind deutliche Unterschiede: Auch LG hat letzte Woche seine Quartalszahlen bekanntgegeben und freut sich über die Rekordanzahl von 14,5 Millionen verkauften Smartphones. Das sind zwar nur halb so viele wie Apple im gleichen Zeitraum verkaufen konnte, zeigt aber trotzdem, wie viel Musik im dynamischen Mobile-Markt noch immer drin ist. Erstmals seit langem nämlich kann LG wieder ein Plus unter dem Strich verbuchen, und das liegt laut LG vor allem auch an den gestiegenen Smartphone-Verkaufszahlen.

Weitaus kleinere Brötchen bäckt Microsoft, die nach der Übernahme von Nokia nun ebenfalls Smartphones im Portfolio haben, aber im vergangenen Quartal lediglich 5,8 Millionen Lumias absetzen konnten. Im Vorjahresquartal konnte Nokia noch 7,4 Millionen Lumias verkaufen, und das galt damals im Vergleich zum Markt schon als ziemlich wenig.

Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass Nokia von Microsoft bereits während des zweiten Quartals übernommen wurde, damit kann Microsoft gar nicht über ein volles zweites Quartal berichten. Rechnet man die Microsoft-Zahlen auf das gesamte Quartal hoch, wie das Techcrunch gemacht hat, dann kommt man immerhin auf 7,9 Millionen Lumia-Smartphones, die im zweiten Quartal insgesamt verkauft wurden. Vor allem angesichts des insgesamt wachsenden Marktes kein großer Sprung, aber immerhin.