Windows Phone Store, ABI Research und Wearables-Report: Mobile-Rückblick auf KW 32

So, was ist passiert im Mobile-Markt der vergangenen Woche? Im Vergleich zur vorvergangenen Woche nicht so viel, daher gibt es heute nur eine kleine Handvoll Links zum Windows Phone Store sowie zu ABI Research und zu Smartwatches und Wearables.

Windows Phone Store erreicht 300.000 Apps

300.000 Apps für Windows PhoneEine vor allem für Microsofts Marketing-Abteilung sehr schöne Marke, die der Windows Phone Store da letzte Woche übersprungen hat: Inzwischen stehen mehr als 300.000 Anwendungen für Windows Phone zur Verfügung. Microsoft nennt diese Zahl inzwischen auf seiner Webseite Microsoft by the Numbers, laut The Next Web erreicht der Windows Phone Store allerdings bereit Ende Juni diese Rekordmarke.

Im Juni letzten Jahres lag die Anzahl verfügbarer Windows Phone Apps noch bei lediglich 160.000, damit ist Microsofts App Store in nur einem Jahr um knapp die Hälfte gewachsen. Nun verkürzt sich die oft geschmähte App Gap zwischen Windows Phone Store und Google Play bzw. Apples App Store tatsächlich immer mehr, dabei sollte man aber den Preis nicht vergessen, den Microsoft dafür zu zahlen hat. Durch App-Baukästen wie Project Siena und Windows App Studio mag sich die Anzahl eingereichter Apps relativ leicht sehr schnell erhöhen lassen. Ob damit auch die Apps erstellt werden, die Nutzer von Windows Phone täglich für ihr Smartphone suchen muss aber doch stark bezweifelt werden.

ABI Research: Open-Souce-Android erreicht 20 Prozent Marktanteil

Von ABI Research kamen letzte Woche aktuelle Zahlen für das zweite Quartal 2014, die den vor kurzem bekanntgewordenen Marktanteil von inzwischen 85 Prozent für Android etwas relativieren. Demnach entfallen nämlich 20 Prozent aller Smartphones, die dem gesamten Android-Marktanteil zugerechnet werden, auf die Open-Source-Variante ohne Google-Services wie Gmail, Google Maps, Youtube und Co.

Das heißt: Google verdient hier nicht (oder zumindest nicht in dem Umfang) mit, weil die Hersteller ein mehr oder weniger stark verändertes Android-Betriebssystem nutzen und die Google-Services entsprechend gegen Alternativen austauschen wollen oder müssen. Bekannteste Beispiele hierfür wären Amazons FireOS oder die Nokia X-Reihe.

Die AOSP-Variante (Android Open Source Project) kommt demnach auf besagte 20 Prozent Marktanteil, die Google-Version auf 65 Prozent. Weitere Zahlen zu den Marktanteilen anderer Betriebssystem verrät ABI Research in der kostenfreien Meldung zwar nicht, gibt uns aber immerhin noch eine Kuchengrafik mit auf den Weg. Viel Spaß beim Raten!

Marktanteile von Smartphone-Betriebssystemen.

Marktanteile von Smartphone-Betriebssystemen. Genauere Angaben fehlen. Quelle: ABI Research

Wearables-Report: Smartwatches interessieren niemanden

Auch die Consulting-Firma Fittkau & Maaß wollte offenbar einmal etwas zu Wearables und Smartwatches veröffentlichen und hatte mit den doch eher fragwürdigen Ergebnissen eine überraschend hohe Reichweite erzielt. Genaueres zur Grundgesamtheit der Studie erfährt man zwar (im kostenlosen Teil) nicht, immerhin aber, dass es sich dabei rein um Internetnutzer handelt. Von Repräsentativität kann also schon mal keine Rede sein, durch die gezielte Befragung auf bestimmten Internetseiten dürfte die Verzerrung der Studienergebnisse enorm hoch sein.

Entsprechend nichtssagend und platt sind dann, so ehrlich muss man glaube ich sein, auch die Ergebnisse: 24 Prozent der Befragten haben ein Interesse an Smartwatches, 10 Prozent Wissen es nicht so recht, 23 Prozent Wissen immerhin, dass sie kein Interesse haben, und 42 Prozent lehnen Smartwatches rundweg ab. Was macht man also mit diesen Ergebnissen? „Die Zielgruppenpotenziale für Wearables sind durchaus beträchtlich“, lässt sich Susanne Fittkau zitieren. Wer hätte das gedacht.