Mobile-Markt Deutschland, IDC zu Phablets und Wearables-Whitepaper: Mobile-Rückblick auf KW 36

Keine Woche ohne Mobile-Rückblick, auch wenn es in der letzten Woche doch etwas ruhiger war als in der vorletzten. Trotzdem gibt es natürlich auch für den Rückblick auf KW 36 die einen oder anderen interessanten Mobile-Zahlen.

Bitkom und TNS zur Smartphone- und Tablet-Nutzung in Deutschland

Anfangen will ich mit Zahlen zum deutschen Mobile-Markt, da es hierzu ja wirklich nicht allzu oft Neues zu vermelden gibt. In der vergangenen Woche dann aber gleich zweimal, nämlich vom Branchenverband Bitkom und von Infratest.

Laut Bitkom sollen in diesem Jahr 24 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft werden, die Anzahl verkaufter Tablets soll bei 9,2 Millionen Stück liegen. Das Ganze basiert auf Berechnungen von EITO und GfK. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass der Bitkom schon mehrfach ziemlich falsch lag mit derartigen Prognosen.

Unabhängig davon aber thematisch sehr gut passend kommen auch von TNS neue Zahlen zum deutschen Tablet- und Smartphone-Markt. Demnach liegt die Smartphone-Durchdringung in Deutschland bei inzwischen 59 Prozent, da ist gefühlt durchaus noch Luft nach oben. Erwartungsgemäß ist der Anteil an Smartphone-Besitzern vor allem in jüngeren Bevölkerungsschichten am höchsten, in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen zum Beispiel bei 84 Prozent. Bei den 50- bis 64-Jährigen dagegen bei nur 23 Prozent.

Und auch im deutschen Tablet-Markt scheint noch viel Potenzial vorhanden: Gerade einmal 20 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung hat laut TNS ein entsprechendes Gerät zuhause. Laut Bitkom liegt dieser Anteil mit um die 25 Prozent etwas höher, allerdings ist dort auch von Nutzung die Rede, nicht vom dem Besitz.

IDC: Phablets verdrängen Tablets und portable PCs

Neben Smartphone und Tablet erfreut sich aber natürlich auch die Zwitter-Kategorie der Phablets zunehmender Beliebtheit, und so verwundert es auch nicht, dass sich IDC den entsprechenden Markt einmal näher angeschaut hat. So vorhersehbar zumindest die Tendenz auch ist, interessant ist vor allem die Definition von Phablets: Smartphones mit einer Displaygröße zwischen 5,5 Zoll bis 7 Zoll. Demnach wäre alles unterhalb von 5,5 Zoll kein Phablet und würde als reguläres Handy durchgehen.

Erstaunlich, welche Entwicklung der Markt gemacht hat. Während es früher als Zeichen technischer Raffinesse galt, Handys immer kleiner werden zu lassen, werden sie jetzt aufgrund der Touch-Bedienung und zunehmender Mediennutzung wieder größer.

Aber zurück zur Studie, IDC nämlich erwartet alleine im laufenden Jahr bereits 175 Millionen verkaufte Phablets, nicht zuletzt wohl auch durch das erwartete neue iPhone (oder wohl besser: iPhones) in entsprechender Größe. Damit hätten Phablets dann auch knapp die Verkaufszahlen „portabler PCs“ hinter sich gelassen. Im Jahr 2015 sollen die Verkaufszahlen dann sogar auf 318 Millionen Geräte ansteigen und damit die Tablet-Verkäufe (233 Millionen Geräte) überflügeln.

Phablet-Verkaufszahlen 2014 laut IDC

Link-Tipp: Mücke Sturm & Company zu Wearables

Ein kleiner Link-Tipp noch zum Schluss für alle, die einen Einstiegspunkt zum Thema Wearables suchen: Von Mücke Sturm & Company ist ein Whitepaper erhältlich, das neben dem Konzept des Wearable Computing vor allem verschiedene Arten und spezifische Produkte vorstellt und am Ende auch mögliche Erlösmodelle in den Blick nimmt. Sicherlich keine neuen Geistesblitze für jemanden, der sich bereits länger mit der Thematik befasst, aber wie gesagt ein guter Einstiegspunkt.