Quartalszahlen von Apple, Microsoft und Huawei: Mobile-Rückblick auf KW 43

So langsam trudeln mehr und mehr Zahlen zum dritten Quartal 2014 ein, Zeit also, die entsprechende Übersichtsseite anzulegen. Von Amazon, Blackberry und auch Apple hatte man ja in den letzten Wochen schon was zum dritten Quartal gehört, vergangene Woche kamen jetzt frische Zahlen von Huawei, Samsung, Microsoft und nochmals Apple dazu.

Apples Q3-Zahlen: 39,3 Millionen verkaufte iPhones, 12,3 Millionen iPads

Phone6Die neuen iPhone-Modelle 6/6 Plus . Quelle: Apple

Die neuen iPhone-Modelle 6/6 Plus . Quelle: Apple

Apple hat letzte Woche seine Quartalszahlen bekanntgegeben (die Verkaufszahlen finden sich in der Data Summary in der rechten Spalte) und in diesem Zug wie gewohnt auch Einblick in seine Verkaufszahlen gewährt. Demnach konnte Apple im dritten Quartal 2014 39,3 Millionen iPhones und 12,3 Millionen iPads verkaufen. Im dritten Quartal 2013 waren es nur 33 Millionen iPhones, aber 14 Millionen iPads.

Damit konnten die iPhone-Verkaufszahlen also nochmals ordentlich gesteigert werden, während die iPad-Verkaufszahlen etwas zurückgingen. Nun gibt es ja derzeit einige Diskussionen um die Frage, ob es im Tablet-Markt noch Wachstum geben kann, oder ob der Markt schlicht schon gesättigt ist. Aufgrund der sinkenden iPad-Verkaufszahlen sah sich jetzt auch Tim Cook höchstpersönlich genötigt, auf diese Diskussion einzugehen – mit dem entsprechenden Ergebnis.

Gleichzeitig gab es auch eine kleine Ergänzung zu den im September verkündeten 1,3 Millionen Apps, die im App Store verfügbar sind: Insgesamt sind laut Apple inzwischen 85 Milliarden Anwendungen heruntergeladen worden, vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 60 Milliarden.

Microsoft verkauft 9 Millionen Smartphones – Huawei 17 Millionen

Eigentlich sagt die Zwischenüberschrift schon alles aus: Während sich Microsoft mit der von Nokia übernommenen Smartphone-Sparte redlich abmüht und seine Smartphone-Verkaufe auf 9,3 Millionen Lumias im dritten Quartal steigern konnte (Q3 2013 von Nokia: 8,8 Millionen), kann Huawei ebenfalls für das dritte Quartal 2014 mal eben 16,8 Millionen verkaufte Smartphones bekanntgeben. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahresquartal einem Anstieg um 26 Prozent, alleine in diesem Jahr hat Huawei offenbar bereits 51 Millionen Smartphones verkauft.

Dabei ist Huawei erst seit ein paar Jahren auch als Smartphone-Hersteller im Markt aktiv, inzwischen dürfte Huawei nach Samsung und Apple klar die Nummer drei im Markt sein – und in seinem chinesischen Heimatmarkt natürlich die Nummer eins. Interessant ist dabei vor allem, dass Huawei nach eigenen Aussagen bereits ein Viertel seiner Smartphones im mittleren oder oberen Preissegment verkauft – also in jenem Premium-Bereich, in dem angestammte Player wie LG, Sony, HTC und Co. zunehmend Probleme bekommen.

4,5 Millionen verkaufte Galaxy Note 4 – in nur einem Monat

Samsung dagegen ist einer der weniger Hersteller, die es – nach Vorbild von Apple – verstanden haben, sich erfolgreich im Premium-Bereich zu positionieren. Nach koreanischen Medienberichten soll sich das neue Galaxy Note 4 bereits einen Monat nach dem Marktstart schon 4,5 Millionen Mal verkauft haben. Das mag etwas weniger sein als seinerzeit beim Vorgänger Galaxy Note 3, allerdings war dieses wohl auch von Beginn an in mehr Märkten erhältlich.

So oder so verkauft Samsung mit nur einem Modell seiner Note-Reihe in nur einem Monat bereits halb so viele Smartphones wie Microsoft mit seiner gesamten Lumia-Reihe im ganzen Quartal. Vom doch enorm unterschiedlichen Durchschnittspreis zwischen Galaxy Note 4 und den Lumias ganz zu schweigen.

Link-Tipp: Statista zum Wandel der Top 10 Smartphone-Märkte

Passend zu den Umwälzungen, denen die Smartphone-Hersteller unterworfen sind, gibt es zum Abschluss noch einen Link-Tipp: Bei Statista gibt es eine kleine Infografik, die den Wandel der zehn größten Smartphone-Märkte verdeutlicht. Während Deutschland 2014 weltweit noch auf Platz 6 lag, wird Deutschland schon nächsten Jahr aus der Top-10-Liste rutschen. Die Top 3 des aktuellen Jahres, China, USA und Japan, werden 2015 dann durch Indien, China und Indonesien abgelöst. Dazu passt, dass laut IDC bereits heute fast drei Viertel aller Smartphone-Verkäufe in sogenannten „aufstrebenden“ Märkten getätigt werden.