Ericsson Mobility Report, Nokia App Store und iPhone 6: Mobile-Rückblick auf KW 47

Es kommt wohl nicht oft vor, dass in der immer noch so stark wachsenden Mobile-Branche tatsächlich auch App Stores geschlossen werden. Und doch, der Verkauf von Nokias Handy-Sparte an Microsoft führt jetzt auch dazu, dass der Nokia Store geschlossen wird.

Als Nachfolger bringt Opera in Kooperation mit Microsoft einen eigenen Opera Store in Stellung, der ab Anfang 2015 Asha- und Symbian-Geräte weiterhin mit Apps versorgen soll. Da Entwickler aber ihre Apps voraussichtlich neu einreichen müssen, darf hinter dem Erfolg des neuen Opera Stores durchaus erstmal ein Fragezeichen gemacht werden.

Abgesehen davon gab es in der vergangenen Woche aber noch jede Menge andere interessante News, so hat IDC einen neuen Report zu Enterprise Mobility in Deutschland vorgelegt, ich bin auf eine Umfrage von Cortado zu Filesharing und mobilem Arbeiten hingewiesen worden und auch von Ericsson und Gartner gibt es neue Studien.

Ericsson Mobility Report: Bis 2020 mehr als sechs Milliarden Mobilfunkverträge

Es ist noch gar nicht so lange her, da begegnete einem der Name Ericsson durch das Joint Venture mit Sony im Mobile Markt noch weitaus häufiger als heute (interessanterweise hat Sony erst nach dem Ende von Sony Ericsson wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden…). Aber auch ohne Sony hat der Netzwerkausrüster ein gewichtiges Wörtchen im Smartphone- und Handy-Markt mitzureden, umso aufschlussreicher sind die regelmäßig veröffentlichten Ericsson Mobility Reports.

Vergangene Woche wurde ein neuer Report für November 2014 veröffentlicht und zeigt recht anschaulich, was wir beim Thema Mobile in den nächsten Jahren noch so zu erwarten haben: Bis 2020 sollen 90 Prozent der Weltbevölkerung über sechs Jahren ein Mobiltelefon besitzen und Mobilfunkverträge mit Smartphones durchbrechen dann erstmals die Marke von sechs Milliarden Stück! Derzeit gibt es laut Ericsson 2,7 Milliarden Smartphone-Verträge, alleine 2014 sind 800 Millionen neue dazugekommen.

Der Report ist extrem umfangreich und bietet noch zahlreiche weitere Fakten, die sich hier gar nicht alle nennen lassen. Absolute Klick-Empfehlung!

Gesprächs- und Datenvolumen von Mobiltelefonen. Quelle: Ericsson Mobility Report

Gesprächs- und Datenvolumen von Mobiltelefonen. Quelle: Ericsson Mobility Report

2015 kleiner Wachstumsrückgang im Markt für Fitness-Tracker erwartet

Laut Gartner wird der Markt für Wearables im nächsten Jahr eine kleine Delle in seiner Wachstumskurve bekommen. Während 2014 voraussichtlich 70 Millionen Fitness-Tracker verkauft werden, soll dieser Wert im nächsten Jahr bei lediglich 68,1 Millionen Geräten liegen.

2016 wird der Markt laut Gartner dann aber wieder auf mehr als 91 Millionen Geräte anziehen. Die Gründe für diesen kurzzeitigen Einbruch sieht Gartner in der beginnenden Kannibalisierung durch Smartwatches, die immer populärer werden und viele der Fitneß-Funktionen ebenfalls bieten. Design-Vielfalt und sinkende Preise dürften dann ab 2016 wieder zu steigenden Verkaufszahlen führen.

Gartner zu Wearables und Fitneß-Trackern

Jede Woche aufs Neue: Apple Watch und iPhone 6

Es ist schon erstaunlich, wie sehr man sich mit Produkten beschäftigen kann, die entweder noch gar nicht auf dem Markt sind (Apple Watch) oder über die doch inzwischen eigentlich alles gesagt sein dürfte (iPhone 6). Aber natürlich, das Keyword Apple funktioniert, und so berichtete dann auch letzte Woche die versammelte Tech-Landschaft über eine Analyse von Morgan Stanley, wonach Apple im nächsten Jahr wohl zwischen 10 und 30 Millionen (so ungenau ist die Prognose natürlich wenig aussagekräftig) seiner Smartwatches verkaufen wird. Dabei ist derzeit weder der genaue Marktstart noch der Verkaufspreis der einzelnen Modelle bekannt. Aber auch in den letzten Wochenrückblick hatte sich ja bereits eine Schätzung zu den Verkaufszahlen der Apple Watch geschlichen…

Fast noch schlimmer finde ich inzwischen aber die bereits seit dem Verkaufsstart geführte Diskussion darüber, welches der neuen iPhone-Modelle (iPhone 6 mit 4,7 Zoll großem Display oder das iPhone 6 Plus mit 5,5 Zoll) sich wohl besser verkauft. Marketing, Produktionskapazitäten/-planung und Zulieferer – all das wirkt sich auf Verkaufszahlen aus. Es gibt derzeit unbestreitbar einen Trend hin zu Phablets jenseits der 5 Zoll, was interessiert da die Verteilung innerhalb einer einzelnen Modellreihe?