Fitness-Tracker im Wearables-Markt und Gartner zum 3. Quartal: Mobile-Rückblick auf KW 51

Von Gartner war schon länger nichts mehr zum Smartphone-Markt zu hören, mit großer Verspätung kamen jetzt letzte Woche aber doch noch einmal Zahlen zum dritten Quartal 2014 – Marktforscher wie Strategy Analytics oder IDC waren da wesentlich schneller.

Was auch immer diese enorme Verzögerung veranlasst hat, es ist schön, dass doch auch Gartner noch Einblick in den Smartphone-Markt gibt. Garniert wird dieser letzte Wochenrückblick des Jahres 2014 schließlich durch zwei kleinere Studien zum Wearables-Markt.

In diesem Sinne wünsche ich allen da draußen erholsame Feiertage, Neues zum Mobile-Markt gibt es an dieser Stelle dann voraussichtlich erst wieder im Januar!

Im dritten Quartal 2014 laut Gartner mehr als 300 Millionen Smartphones verkauft

Mit 300 Millionen verkauften Smartphones liegt Gartner doch etwas unterhalb der von IDC (328 Millionen) und Strategy Analytics (320 Millionen) angegeben Verkaufszahlen, an der groben Tendenz ändert das freilich nicht viel: Noch immer steckt enorm viel Potenzial im Smartphone-Markt, selbst den offenbar eher konservativen Gartner-Annahmen zufolge konnten im Vergleich zum Vorjahr satte 50 Millionen Smartphones mehr verkauft werden.

Marktanteile mobiler Betriebssysteme für das dritte Quartal 2014 laut Gartner.

Zu den Marktanteilen von Android, iOS und Windows Phone braucht man wohl nicht viel zu sagen, hier bietet sich das ganze Jahr eigentlich noch kein anderes Bild. Was ist eigentlich mit Firefox OS, Tizen und Jollas Sailfish OS passiert? Da wenden wir uns doch lieber den einzelnen Smartphone-Marken zu…

Bei den beiden größten Smartphone-Herstellern herrscht zwischen allen drei Marktforschern große Einigkeit, an Samsung und Apple führt hier kein Weg vorbei. Laut Gartner konnte Samsung im dritten Quartal gut 73 Millionen Smartphones verkaufen und kommt damit auf einen Marktanteil von 24,4 Prozent. Apple folgt mit 38 Millionen verkauften iPhones und 12,7 Prozent Marktanteil.

Größere Unterschiede gibt es dann bei den Plätzen drei bis fünf. Während IDC und Strategy Analytics den chinesischen Newcomer Xiaomi auf Platz drei sehen (17 bzw. 18 Millionen verkaufte Smartphones), rangiert dieser bei Gartner mit knapp 16 Millionen verkauften Geräten lediglich auf dem vierten Platz – hinter Huawei mit 15,9 Millionen Smartphones. IDC wiederum hat Huawei gar nicht auf der Rechnung, bei Strategy Analytics liegt Huawei mit 16,5 Millionen verkauften Smartphones nur auf dem fünften Platz.

Martkanteile einzelner Smartphone-Hersteller für das dritte Quartal 2014 laut Gartner.

Hier gibt es also durchaus etwas kuriose Unterschiede in den jeweiligen Top-5-Platzierungen. Auch Lenovo beispielsweise schafft es bei Strategy Analytics nicht unter die fünf größten Hersteller, bei IDC (16,9 Millionen verkaufte Smartphones) und Gartner (15 Millionen verkaufte Geräte) dagegen schon.

Fitness-Tracker machen den Großteil bei Wearables-Verkäufen aus

Im vergangenen Wochenrückblick gab es bereits Zahlen zum deutschen Wearables-Markt, in diesem Rückblick richtet sich der Fokus jetzt wieder auf den weltweiten Markt. Laut Berg Insights dürften 2014 bereits 19 Millionen Wearables verkauft werden, im vergangenen Jahr lag dieser Wert bei lediglich 5,9 Millionen Geräten. Bis 2019 sollen es dann bereits 168 Millionen Stück sein.

Interessanterweise geht Berg Insights davon aus, dass lediglich gut 16 Millionen davon ein eigenes Mobilfunkmodul besitzen werden, d.h. um die 90 Prozent der Geräte sollen auch 2019 lediglich als sogenanntes Companion-Device per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden sein.

Sowohl für das laufende als auch für die kommenden Jahre rechnen die Analysten bei Berg Insights mit einem hohen Anteil an Fitness-Trackern. Hauptsächlicher Treiber des Wearables-Marktes dürfte also auch in Zukunft die Quantified-Self-Bewegung und der Gesundheitsbereich sein.

Ganz ähnlich sehen das auch die Marktforscher bei IDTechEx, die zu den Verkaufszahlen auch Umsätze bieten: Von 14 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 sollen die Verkaufserlöse mit Wearables im Jahre 2024 dann auf 70 Milliarden US-Dollar ansteigen. Auch hier geht der Löwenanteil auf Fitness-Tracker zurück.