Wearables, Wearables und… Smartphone-Grafikchips: Mobile-Rückblick auf KW 50

Die Smartphone-Prognosen für das nächste Jahr sind wohl alle durch, jetzt kommen neue Wearables-Zahlen: Vergangene Woche wurden sowohl von Gartner als auch vom Centre for Retail Research neue Studien veröffentlicht. Mir soll es nur recht sein, immerhin waren frische Zahlen zum Wearables-Markt in letzter Zeit ja etwas rar gesät. Zusätzlich gibt es auch einen interessanten Einblick in den Markt für mobile Grafikchips.

Gartner: Wearables werden unsichtbar (naja fast)

Gartner beispielsweise geht davon aus, dass bis 2017 ganze 30 Prozent aller Wearables für das Auge nicht mehr wahrnehmbar sein werden. Gemeint sind hier zum Beispiel smarte Kontaktlinsen oder smarter Schmuck.

Einer weiteren Prognose zufolge sollen sich Virtual-Reality-Brillen wie Oculus Rift und Augmented-Realty-Geräte wie Google Glass bis 2018 25 Millionen Mal verkauft haben und einen „neuen“ Mobile-Boom entfachen. Allerdings: Ist nicht der Siegeszug gerade von Virtual-Reality-Brillen schon oft genug vorhergesagt worden? Und ist es um Google Glass in letzter Zeit nicht verdächtig still geworden?

Ich hatte bereits das Vergnügen, beide Technologien ausprobieren zu können, und bin absolut begeistert vom Nutzererlebnis der Oculus Rift und den Einsatzmöglichkeiten von Google Glass. Aber Mainstream bis 2018? Das scheint mir doch etwas zu früh.

Deutscher Wearables-Markt mit 466 Millionen Euro Umsatzvolumen im Jahr 2014

Laut einer von Samsung in Auftrag gegebenen und vom englischen Centre for Retail Research (CRR) durchgeführten Studie sollen alleine in Deutschland 2014 offenbar bereits 466 Millionen Euro Umsatz mit Wearables erzielt werden. Ein großer Teil davon wird für das Weihnachtsgeschäft erwartet, alleine in den sechs Woche vor Weihnachten sollen in Deutschland 965.000 Wearables verkauft werden. Im gesamten Jahr 2014 dann zusammengenommen 3,59 Millionen Geräte.

Wie viele Geräte der eigenen Produktion darunter sind verrät Samsung allerdings nicht, obwohl im Zusammenhang mit der Studie aktiv Samsungs eigene Smartwatch Gear S beworben wird. Etwas schal wird der Beigeschmack dann, wenn Medien wie die Internet World die Studienergebnisse mit Verweis auf das CRR aufnehmen, Samsung als Auftraggeber aber mit keinem Wort erwähnen und natürlich trotzdem brav die Gear S als Aufmacherbild verwenden. Samsungs Marketing-Abteilung wird es freuen.

Qualcomm mit 40 Prozent Marktanteil bei mobilen Grafikchips

Hier auf mobile-studien.de hatte ich ja bereits das eine oder andere Mal auch einen kleinen Blick über den Tellerrand auf den Markt für Smartphone-Prozessoren geworfen (nämlich hier und hier und auch hier), Zahlen zum Markt für mobile Grafikkarten hatte ich so aber bisher noch nicht aufgegriffen.

Dabei ist auch das eine durchaus interessante Geschichte, denn wie Jon Peddie Research jetzt errechnet hat, liegt Qualcomm mit 42 Prozent Marktanteile hier einsam an der Spitze. Dabei ist allerdings zu beachten, dass es sich dabei um den Markt für Grafikchips nicht nur in Smartphones und Tablets, sondern auch in Notebooks und „Game Machines“ handelt. Mit letzterem dürfte zum Beispiel NVIDIA Shield gemeint sein.

Marktanteile im Markt für mobile Grafikchips für das dritte Quartal 2014. Quelle: Jon Peddie Research

Marktanteile im Markt für mobile Grafikchips für das dritte Quartal 2014. Quelle: Jon Peddie Research

Da es sich gerade bei Smartphones und Tablets um System-on-a-Chip-Designs handelt, bei denen der Grafikchip fest auf dem gesamten Prozessor verbaut ist, verwundert es eigentlich nicht, dass gerade Qualcomm, Apple und Mediatek als die wohl größten SoC-Hersteller auch im Markt für mobile Grafikchips die Nase vorne haben. Obwohl gerade die Apple-Chips ja bekanntlich von Samsung gefertigt werden. Das schlechte Abschneiden von Intel und NVIDIA zum Beispiel überrascht dann aber doch etwas.