Xiaomi, Huawei und natürlich Apple: Mobile-Rückblick auf KW 1

Etwas verspätet der erste Wochenrückblick des Jahres 2015. Viel ist noch nicht los, also lasst uns gleich zur Sache gehen: Es gibt neue Smartphone-Zahlen aus dem Reich der Mitte, genauer gesagt von Xiaomi und von Huawei, und natürlich darf auch die obligatorische Apple-Meldung nicht fehlen!

Xiaomi mit 60, Huawei sogar mit 70 Millionen verkauften Smartphones 2014

So langsam fragt man sich wirklich, woran es bei Nokia und Blackberry hapert, wenn Hersteller wie Xiaomi und Huawei ohne vergleichbare Markenbekanntheit und mit wesentlich weniger Marketingbudget (?) einen so ungleich größeren Erfolg für sich verbuchen können.  Man ist ja durchaus versucht, in Richtung Betriebssystem zu zeigen…

Xiaomi jedenfalls, erst 2010 gegründet und hierzulande vor allem durch das günstige aber durchaus gut ausgestattete Redmi-Smartphone zu einigermaßen Bekanntheit gekommen, konnte im vergangenen Jahr ganze 61 Millionen Smartphones verkaufen. Nach den 7 Millionen im Jahr 2012 und den knapp 19 Millionen 2013 also ein wirklich ordentlicher Sprung nach vorne, der Xiaomi auf jeden Fall einen Platz unter den fünf größten Smartphone-Herstellern 2014 sichern sollte. Und das, obwohl Xiaomi bisher offiziell nur in Asien aktiv ist.

Huawei auf der anderen Seite verkündete in einem internen Memo, das Reuters zugespielt wurde, von 75 Millionen Smartphones, die der chinesische Konzern 2014 verkaufen konnte. Auch das wirklich gute Verkaufszahlen, wobei Huawei im Vergleich zu Xiaomi natürlich dann doch die fundierteren Marketing- und Sales-Kanäle haben dürfte und zum Beispiel auch in Europa aktiv ist.

Flurry: Die meisten Geräte-Aktivierungen an Weihnachten gehen auf Apple zurück

Und natürlich gab es auch in den letzten Tagen die unvermeidliche Apple-Meldung, dieses Mal von Flurry Analytics. Flurry tracked 600.000 Apps über verschiedene Plattformen hinweg und kommt auf dieser Basis zu dem Ergebnis, dass an den Weihnachtsfeiertagen vor allem Apple-Geräte (51 Prozent) aktiviert (also: verschenkt) wurden. Aussagekraft? Gleich Null. Aber die Kombination aus „Apple“ und „Weihnachten“ sorgt natürlich für ein gewisses Maß an medialer Aufmerksamkeit.

Etwas interessanter, wenn auch nicht grundsätzlich neu, ist der Blick auf die unterschiedlichen Formfaktoren, wonach Phablets von einem 4-Prozent-Anteil im Jahr 2013 auf jetzt 13 Prozent aller aktivierten Geräte zulegen konnten. Klar, dass das natürlich am neuen iPhone 6 Plus liegen muss.

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