Blackberry im Plus, Smartphones in Deutschland und Windows-Phone-Verteilung: Mobile-Rückblick auf KW 13

Zurück zu den Wurzeln mit dem Blackberry Classic

Zurück zu den Wurzeln mit dem Blackberry Classic. Quelle: Blackberry

Endspurt vor dem Osterwochenende mit neuen Blackberry-Zahlen, einer Bitkom-Umfrage zur Smartphone-Nutzung in Deutschland und einem Überblick über die Verteilung von Windows Phone.

Blackberry wieder im Plus – aber nur 1,6 Millionen verkaufte Smartphones

Blackberry hat zumindest in Sachen Hardware niemand mehr so richtig auf dem Schirm, und das wohl auch zu Recht: Lediglich noch 1,6 Millionen Blackberry-Smartphones konnten laut offiziellen Unternehmensangaben in den Monaten Dezember 2014 bis Februar 2015 an Endkunden verkauft werden. An den Handel selbst lieferte Blackberry dagegen sogar nur 1,3 Millionen Blackberry-Geräte aus. Über diese Zahlen kann tatsächlich sogar Microsoft mit mehr als 10 Millionen verkauften Lumia-Smartphones im vierten Quartal 2014 nur lachen – und schon die Windows-Phone-Lumias gelten im Mobile-Markt nicht gerade als Verkaufsschlager.

Umso besser scheint es um Blackberrys Software- und Services-Sparte zu stehen, alleine mit Software konnte Blackberry 67 Millionen US-Dollar erwirtschaften, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von satten 20 Prozent. Dabei macht Software lediglich zehn Prozent der insgesamt 660 Millionen US-Dollar Umsatz aus, Services dagegen 47 Prozent.

Auch wenn Blackberry nach wie vor versucht, auch mit neuen Smartphones wie dem Blackberry Classic wieder Fuß zu fassen, scheint der Weg über Software und Services deutlich erfolgversprechender. In diesem Bereich ist Blackberry mit BES 12, der Kooperation mit Google für Android for Work oder zum Beispiel auch mit dem wesentlich erfolgreicherem Gerätehersteller Samsung für Samsung Knox auf einem guten Weg in den lukrativen Business-Markt.

Bitkom: 44 Millionen Bundesbürger nutzen ein Smartphone

Der Branchenverband Bitkom hat vergangene Woche eine Umfrage veröffentlicht, wonach 44 Millionen Menschen in Deutschland ein Smartphone nutzen. Gemessen an allen Bundesbürgern ab 14 Jahren entspricht dies einem Anteil von 63 Prozent. Alleine im letzten halben Jahr soll diese Zahl bereits um zwei Millionen Menschen gewachsen sein.

Wenig überraschend nutzen alle Befragten das Smartphone zum Telefonieren, fast alle auch zum Fotografieren (98 Prozent). Ganze 93 Prozent surfen mit ihrem Gerät im Internet, 83 Prozent nutzen das Handy als Kalender oder Terminplaner. Spiele allerdings kommen offenbar lediglich bei 64 Prozent der Befragten gut an.

BITKOM-Grafik_Smartphone-Nutzung_25_03_2015

Adduplex: Windows Phone weiterhin vor allem im Low-End-Bereich erfolgreich

Das Werbenetzwerk Adduplex veröffentlicht monatlich auf Basis der eigenen Daten einen Bericht zur Verbreitung einzelner Windows-Phone-Geräte, viel Neues zur Lage kann der aktuelle März-Report allerdings nicht beitragen: Noch immer sind es vor allem die günstigen Einsteiger-Smartphones, die am weitesten verbreitet sind.

Alleine die sechs am häufigsten im Adduplex-Netzwerk genutzten Geräte gehören dem Niedrigpreissegment an, vom Lumia 520 (24,5 Prozent) über das Lumia 630 (10 Prozent) bis hin zum Lumia 625 (6,8 Prozent), dem Lumia 530 (6,1 Prozent) und schließlich dem Lumia 635 (5,5 Prozent) und dem Lumia 535 (4,5 Prozent).

Wer jetzt spontan die Unterschiede und Spezifikationen dieser ganzen Lumia-Flotte aufzählen kann, der sollte sich vielleicht direkt bei Microsofts Smartphone-Sparte bewerben. Selbst dort dürften viele Mitarbeiter mittlerweile mit der schieren Masse an Lumia-Geräten so ihre Schwierigkeiten haben. So oder so ist es nach wie vor kein gutes Zeichen, dass Windows Phone anders als über den Preis noch immer keine Bodenhaftung im Mobile-Markt gewinnen kann. Und selbst das Preisargument reicht insgesamt gesehen bekanntlich nur für einen Marktanteil von wenigen Prozent.