Wachstum bei Windows Phone und Wearables-Prognose: Mobile-Rückblick auf KW 14

Auch wenn die Woche vor Ostern durch Karfreitag kürzer war, die eine oder andere spannende Mobile-Zahl hat dann doch ihren Weg an die Öffentlichkeit gefunden: Die IDC wagt einen Blick in die Zukunft der Wearables und dann war es vergangene Woche auch schon wieder Zeit für ein neues Kantar Worldpanel.

Kantar: Windows Phone in Europa wieder mit zweistelligen Marktanteil

Marktanteile von Smartphone-Betriebssystemen laut Kantar Worldpanel.Rein psychologisch betrachtet ist die Zehn-Prozent-Marke für Windows Phone eine wichtige Hürde, weil sich 10,X Prozent Marktanteil natürlich deutlich besser anhört als Neun-Komma-irgendwas. Im Oktober 2013 hatte Windows Phone diese Marke erstmals übersprungen, seither geht es aber eher wieder bergab. Umso mehr dürfte sich Microsoft über die neuen Zahlen des Kantar Worldpanel freuen, wonach Windows Phone mit 10,1 Prozent Marktanteil in den drei Monaten Dezember 2014 bis Februar 2015 in Europa erneut einen zweistelligen Marktanteil erreicht.

Aber auch diese eigentlich ganz guten Zahlen ändern nichts daran, dass Android mit 67,6 Prozent und iOS mit 20,9 Prozent noch immer weit vor Windows Phone liegen. Google allerdings muss im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Android-Marktanteile von knapp drei Prozentpunkten hinnehmen, während iOS aufgrund der neuen iPhone-Generation wiederum drei Prozentpunkte zulegen konnte.

Auch im deutschen Smartphone-Markt ist mit 72,7 Prozent Marktanteil natürlich nach wie vor Android das derzeit am häufigsten anzutreffende mobile Betriebssystem, gefolgt auch hier von iOS mit 17,4 Prozent. Windows Phone belegt auch in Deutschland den dritten Platz und kommt auf 8,2 Prozent.

IDC: 25 Millionen verkaufte Wearables 2015

Spätestens seit Ende letzten bzw. Anfang diesen Jahres bewegen sich Wearables langsam aber sicher in Richtung Massenmarkt, nicht zuletzt aufgrund günstiger Fitness-Armbänder von Jawbone oder Garmin und attraktiver Smartwatches von LG, Motorola oder zuletzt auch Huawei. Das zeigt sich natürlich auch an den Verkaufszahlen: Laut IDC wurden 2014 gerade einmal 19,6 Millionen Wearables ausgeliefert, 2015 soll diese Zahl um 130 Prozent auf 45,7 Millionen Geräte steigen. Bis 2019 sollen dann bereits 126 Millionen Smartwatches und Fitness-Armbänder verkauft werden.

Die neuen IDC-Zahlen erlauben dabei auch einen Blick auf einzelne Wearables-Segmente, Smartwatches beispielsweise sollen 2015 alleine bereits 25,7 Millionen verkaufte Geräte ausmachen, das wäre dann verglichen mit den 4,2 Millionen verkauften Geräten 2014 ein Anstieg um mehr als 500 Prozent. Basisgeräte ohne die Möglichkeit zum Ausführen von Drittanbieter-Apps dagegen werden laut IDC lediglich moderat von 15 Millionen verkaufte Geräte 2014 auf 20 Millionen 2015 wachsen.

IDC-Studie zu Wearables 2015 bis 2019 wie Smartwatches und Fitness-Armbänder.