Kantar Worldpanel: iPhone 6 erhöht iOS-Marktanteil – Mobile-Rückblick auf KW 19

Vergangene Woche wurde das neue Kantar Worldpanel veröffentlicht, das für das erste Quartal 2015 die bereits aus den Vorjahren gewohnte Aufwärtsdelle in den iOS-Marktanteilen zeigt. An den grundlegenden Verhältnissen im Mobile-Markt wird dies aber nichts ändern.

In schöner Regelmäßigkeit veröffentlichen die Marktforscher von ComTech das Kantar Worldpanel, das auf diese Weise in recht kurzen Abständen einen detaillierten Einblick in den Smartphone-Markt ermöglicht. Laut dem neuesten Worldpanel für das erste Quartal 2015 liegt Android in Westeuropa (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien) bei einem Marktanteil von 68,4 Prozent, im Jahresvergleich ein Rückgang um 3,1 Prozentpunkte. iOS dagegen konnte von 18,6 Prozent im ersten Quartal 2014 um 1,8 Prozentpunkte zulegen und kommt so auf jetzt 20,3 Prozent.

Marktanteile der größten Smartphone-Betriebssysteme im ersten Quartal 2015. Quelle: KantarComTech schreibt diesen Anstieg der iOS-Marktanteile völlig zu Recht der neuen iPhone-Generation zugute. Von Dauer wird dieses leichte Plus aber nicht sein, schon in den vergangenen Jahren hat sich immer wieder gezeigt, dass Apple mit nur einer neuen iPhone-Generation pro Jahr dauerhaft nicht mit den hohen Verkaufszahlen mithalten kann, auf die die über das gesamte Jahr verteilten dutzenden neuen Android-Smartphones zusammen kommen. Windows Phone übrigens kämpft sich mit 9,9 Prozent wieder an die Zehn-Prozent-Marke heran, im Jahresvergleich ebenfalls ein Plus von 1,8 Prozentpunkten.

Für den deutschen Markt ergibt sich wie immer ein ähnliches Bild, wenn auch mit doch recht unterschiedlichen Werten. Android liegt hier mit 71,3 Prozent Marktanteil vor iOS mit 18,3 und Windows Phone mit 8,7 Prozent.

Einen kleinen Seitenhieb kann ich mir zu guter Letzt dann aber doch nicht ganz verkneifen, wenn im Worldpanel vor allem Android-Nutzer für den Anstieg der iOS-Marktanteile verantwortlich gemacht werden, die von Android auf die neue iPhone-Generation umgestiegen sind. Bei einem Marktanteil von 70 Prozent – wo sollen die Wechselwilligen denn auch sonst herkommen?